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    Wochenbilanz: rund 100.000 Warnstreikende

    Öffentlicher Dienst

    Wochenbilanz: rund 100.000 Warnstreikende

    Tarifrunde ÖD der Länder 2015
    TDL 2015 - Umweltaktivist ver.di TDL 2015 - Umweltaktivist

    Öffentlicher Dienst der Länder: am Freitag fast 9.000 Warnstreikende in Baden-Württemberg und Bayern

    Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben am Freitag erneut fast 9.000 Tarifangestellte in Baden-Württemberg und Bayern die Arbeit niedergelegt. Damit haben sich in der zurückliegenden Woche insgesamt rund 100.000 Beschäftigte an Warnstreiks im Öffentlichen Dienst beteiligt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte gemeinsam mit GEW, GdP und IG BAU zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Daran beteiligten sich am Freitag unter anderem  Beschäftigte an Universitäten, Zentren für Psychiatrie, Autobahnmeistereien, Museen, Wasserwirtschaftsämtern und weiteren Einrichtungen der Länder sowie Lehrkräfte.

    Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften noch einmal den Druck in der anstehenden dritten Runde der Tarifverhandlungen für die Länderbeschäftigten erhöhen, die am Montag und Dienstag (16./17. März 2015) in Potsdam stattfindet.

    ver.di fordert für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) eine Entgelterhöhung von 5,5 Pro-zent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage. Zusätzlich sollen sachgrundlose Befristungen tarifvertraglich ausgeschlossen und angestellte Lehrkräfte endlich tariflich eingruppiert werden. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen werden.